Wege ins Tief

Individuelle psychische Verfassung und Stimmung sind nur in den seltensten Fällen das Ergebnis von Zufall oder höherer Gewalt.

Meistens wird der Weg ins “Hoch” oder “Tief” geleitet von einer Reihe kleiner, mehr oder weniger bewusster Entscheidungen hinsichtlich unseres Verhaltens, unserer Aktivität und unseres Denkens.

Es liegt folglich zu einem grossen Teil in Ihrer Hand, ob Sie sich stark oder schwach, wertvoll oder wertlos, lebendig oder unbewohnt, eingebunden oder alleine fühlen.

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Im Verlauf unserer Gruppenseminare und Workshops hatten die Teilnehmer die Aufgabe, gemäss ihrer eigenen Erfahrungen typische Verhaltensweisen im Vorfeld und während eines “Tiefs” und “Hochs” zu finden und zu notieren.

Im folgenden sehen Sie als Essenz dieser Seminarreihen eine Zusammenfassung der jeweiligen Ergebnisse.

Im Tief:

Getan: grübeln, Leute vor die Tür gesetzt, Hilfe abgelehnt, zurückgezogen, Kleidung/Äußeres vernachlässigt, keine Zukunftspläne, unfreundlich gegenüber anderen, geweint, Vorwürfe gemacht, die eigenen positiven Eigenschaften nicht gesehen und eingesetzt, letzte Energie auf einem speziellen Gebiet eingesetzt, sich isolieren, Lustlosigkeit, großes Schlafbedürfnis, aus dem Haus gehen eingestellt, überstarke Anpassung, moralisch Druck ausüben.

 

Nicht getan: Kotakte gesucht, sich kleine Freude machen, Sport, am Alltagsgeschehen interessiert, Hilfe angenommen, spazieren gegangen, abgelenkt, klärende Gespräche, Entscheidungen getroffen, beruflich engagiert, geschlafen, gesunde Ernährung, Lebensrhythmus eingehalten, Pläne schmieden, Aktivität entwickeln, richtige Selbsteinschätzung, rationales Denken, Entscheidungen treffen.

 

Verhalten: totaler Rückzug, rücksichtslos, am Leben, Ego ist Tisch, was sie, sorgen und Probleme anderer sind uninteressant, kann nicht zuhören, sich nicht helfen lassen, Selbstmitleid, Ratschläge abgelehnt, die Abwehr von Hilfe, Angstgefühle, Pflichten vernachlässigen, nichts Neues aufnehmen, anderen nichts über sich selbst mitgeteilt, nicht konstruktiv reflektiert.

 

Verhaltensänderung: Beruf, Haushalt und sonstige Pflichten vernachlässigt, gammeln, regungslos, empfindungslos, Fresslust, Selbstzerstörung durch teilweise Nahrungsverweigerung, Rücksichtslosigkeit gegenüber eigener Gesundheit, keine Höhepunkte, keine Tiefpunkte, ständig gereizt, ungerecht behandelt gefühlt.

 

Interessiert: von nichts angesprochen fühlen, ausschließlich die eigene Situation, die eigenen Probleme, aufregen über Kleinigkeiten.

 

Nicht interessiert: totale Unternehmungsunlust, Hobby, lesen, Fernsehen, Kirche besuchen, Theater, Kino, Besuch von Kneipen und Cafes, bekannte, Freunde, Geld uninteressant, Musik, Essen, Gespräche, Diskussionen, Politik, Wohnung.

 

 

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