Leistungsstörungen

Erfolg oder Misserfolg, Leistungsfähigkeit oder Leistungsschwäche

 

Leistungsfähigkeit

Bevor wir uns dem Kapitel „Leistungsstörungen“ zuwenden, möchten wir betonen, dass Leistung lediglich ein (vor allem in Industrienationen überbetonter) Teilaspekt des menschlichen Lebens ist, der in seiner oftmals übertriebenen Akzentuierung der menschlichen Vielseitigkeit keinesfalls gerecht werden kann. Leistung ist nur ein Bruchteil dessen, was das persönliche und soziale Gelingen des Lebens ausmacht.

Individuelle menschliche Leistungsfähigkeit wird nur teilweise von Intelligenz und Begabung determiniert, sondern ist ein Resultat aus dem Zusammenspiel verschiedener, sich gegenseitig bedingender Faktoren.

Grundlegende Einflussgröße ist dabei die ungestörte persönliche Motivation. Diese ist nicht als rationales Denken im Sinne von „ich möchte“, „ich hätte gerne“, sondern als eindeutiger, emotional verankerter Wunsch, als Ziel und Vision zu verstehen.

 

Werden körperliche Defekte ausgeschlossen sowie ausreichende Intelligenz vorausgesetzt, kann im Falle anhaltender Leistungsdefizite von Motivationsstörungen, also von zugrunde liegenden emotionalen Konflikten, ausgegangen werden.

Unseres Erachtens sind emotionale Konflikte die häufigste Ursache für beständige Leistungsstörungen.

 

Motivation

Motivation ist der Ausgangspunkt für Leistung. Ohne den Antrieb durch Gefühle, Interessen und Vorlieben liegen unsere Kräfte wie auch Fähigkeiten brach und können nicht zielgerichtet eingesetzt werden - vergleichbar einem Werkzeug ohne (aus)führende Hand. Der menschliche Verstand entspricht also lediglich einer Option auf Leistung, unbedingt abhängig von emotionaler Stabilität, Zielgerichtetheit und Geschlossenheit.

Unordnung in den Gefühlen, in den Stimmungen, in der Zielrichtung, mangelndes Interesse und kontraproduktive Gewohnheiten unterwandern die emotionale Zielgerichtetheit, schaffen Gegenmotivationen und führen zu einem Effekt des „Fahrens mit angezogener Handbremse“.

 

WEITER zu den psychologischen Erklärungsmodellen für Leistungsstörungen

                                 

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