Positives Image im Beruf

Mit den folgenden Punkten wird es ihnen innerhalb kurzer Zeit gelingen, im Kollegenkreis und bei Vorgesetzten ein respektierter und angesehener Mitarbeiter zu werden. Im Zuge der positiven Einschätzung ihrer Fähigkeiten werden Sie grösseres Vertrauen geniessen und anspruchsvollere Aufgaben übertragen bekommen.

Die folgenden Anregungen sind besonders effektiv in der Situation eines beruflichen Neuanfangs, jedoch können Sie mit etwas Geduld und entsprechender Adaption in Ihrem bestehenden Arbeitsumfeld die gleichen Effekte erzielen.

 

 

1. Zuverlässigkeit nachweisen

 

· Pünktlichkeit, unbedingtes Einhalten von Absprachen, Zusagen, Vereinbarungen (wenn Abweichungen: zur Sprache bringen und begründen)

 

· Aufgaben konsequent zu Ende führen

 

· Schriftliche Notizen von übertragenen Aufgaben, auch bei Entgegennahme von Gesprächen und Mitteilungen

 

· planvolles, systematisches Arbeiten, Ordnung, schriftlicher Arbeits- und Erledigungstagesplan

 

· Als Praktikant: Anregungen aus dem Studium und aus Studientagen berücksichtigen und zur Sprache bringen

 

 

2. Bei Antritt einer neuen Stelle: Interesse belegen

 

· Aus eigener Initiative Fragen stellen (rechtlich, finanziell, methodisch, über Aufgaben, Erfahrungen, Meinungen anderer Mitarbeiter und Institutionen, Literatur, Empfehlungen erfragen)

 

· Einschlägige Literatur lesen und einbringen (jedoch nie besserwisserisch oder belehrend, eher Ansichterfragend: "Ich habe ... gelesen, was ist Deine Meinung?"

 

 

3. Engagement zeigen

 

· Nachdenken und Gedanken zur Sprache bringen

· Fachspezifische Veranstaltungen besuchen

· Initiative ohne Auftrag zeigen

· anfangen mit der Arbeit schon bevor man angewiesen wird

· auf Erweiterung des Tätigkeitsbereiches von sich aus drängen

· Bereitschaft, zusätzlich etwas zu tun, wenn nötig

· kein "Stöhnen" über Anforderungen (denn schliesslich sind Sie engagiert)

 

 

4. Institutionsinterne Kenntnisse ausweisen

 

· Namen und Funktionen aller Mitarbeiter schriftlich zusammenstellen und kennen, systematisch davon gebrauch machen("wer ist wer und wo?")

· Zusammenstellen der wichtigen Telefonnummern, institutionsintern und             institutionsextern für die Arbeit ("wo kriege ich was?")

· Vorgehensplan für typische, komplizierte, immer wiederkehrende Arbeitsvorgänge herstellen (bewährte Muster erstellen oder besorgen)

· Demonstration relativer Informiertheit (etwa sich die Richtigkeit von Kenntnissen bestätigen lassen)

· Hintergrundinformationen zu relevanten Projekten etc. einholen

 

 

5. Innerbetriebliche Solidarität zeigen

 

· Innerbetriebliche Gepflogenheiten akzeptieren, „Dabei sein“

· Werte auf betriebliche Zugehörigkeit legen (Wir-Formulierungen) - gegenüber allen Mitarbeitern

· grundsätzliche positive Erwartung und menschliche Zusammengehörigkeit gegenüber allen, nicht nur gegenüber der eigenen "Sparte"

 

 

6. Systematische Weitergabe positiver Informationen

 

· positives Denken, positives Feedback: Positives suchen, sehen und sagen, sowohl bezugnehmend auf Personen als auch zur Sache

· positive, anerkennende Aussagen und Bemerkungen von anderen über andere systematisch weitergeben

· nie beteiligen an üblem Gerede über andere (Klatsch, Tratsch und dergleichen)

· massvoll und zurückhaltend sein beim "kollektiven Jammern"

 

 

7. Distanz bewahren

 

· Eigeninteresse und Sachinteresse nicht gegenüber Bedürfnissen, Wünschen, Anliegen anderer (vor allem im sozial- therapeutischen Bereich gegenüber Klienten) verlieren.

· Absagen erteilen mit Begründung und Bedauern - Bedenkzeit erbitten

· Interessengegensätze als natürlich verstehen und akzeptieren

In sozialen und therapeutischen Tätigkeitsfeldern:

· professionelle Gespräche nicht mit Geschwätz verwechseln (das Gespräch führen, aufhören können, "Lieber kurz und dicht als lang und dünn")

· eigene Harmonie- und Anschlussbedürfnisse kontrollieren

· institutionellen Auftrag nicht aus den Augen verlieren

 

 

8. Offenheit und Aufgeschlossenheit aufzeigen

 

· Aktives Zuhören (Blickkontakt, Körperhaltung, Rückmelden, eigenes Einbringen etc.)

· über Gefühle reden ohne von ihnen "aufgefressen" zu sein (Selbstkontrolliertheit)

· Gefühle zeigen, vor allem positiver Art: Freude zeigen am Sehen und Dasein der anderen, Zeit nehmen, etwas mehr sagen als nur Begrüssung, systematisch mit Namen ansprechen, Schwächen eingestehen, Gefühle und Handlungen der Dankbarkeit, Freude  zeigen, nachdenklich sein, nicht alles als selbstverständlich hinnehmen. Aufmerksamkeiten - positive Spontaneität

· Erwähnen von privaten Hobbys, Engagements, Interessen, Freizeitbereichen, privaten Lebensverhältnissen (ohne in infantile, endlose Geschwätzigkeit zu verfallen). Wichtig: nur Spezielles und Konkretes ist für andere erlebbar und interessant.

· auch am privaten Bereich der anderen Interesse zeigen

· ansprechen der Befindlichkeit anderer bei Anlässen, Fürsorglichkeit und          Hilfsbereitschaft zeigen

· Sich nie auf die Seite eines "Lagers" ziehen lassen, Betonung der Gemeinsamkeiten

 

 

9. Konstruktives Kritikverhalten

 

· Kritik und Kritikpunkte massvoll und frühzeitig aussprechen - als Problem, das man empfindet

· nur wenn die Chance gegeben ist, etwas zum Besseren zu verändern, nie als "Rache, Bestrafung"

· nie übertreiben, nie vor anderen kritisieren

· die konkrete Sache, das konkrete Verhalten kritisieren, nie die Person

· zuerst ansprechen was richtig und gut ist

· Kritik am eigenen Verhalten konstruktiv als Anregung und Anstoss für Überlegungen begreifen

· Feedback selber von Zeit zu Zeit einholen

· Feindschaften, die einem eingetragen werden einfach ausschlagen (autonomes, konstant freundliches Verhalten)

 

 

10. Großzügigkeit demonstrieren

 

· auch wenn das Ideal nicht erreichbar erscheint, Notwendiges und Sinnvolles tun können, dabei Grenzen und Beschränkungen akzeptieren

· sich nicht in "Kleinigkeiten" verbeißen und den Blick für das wirklich Wichtige    verlieren - Dinge in der richtigen Größenordnung sehen

· Diskussionen beenden können, auch ohne gesiegt zu haben. Vom Thema loslassen, wenn es nichts bringt

· sich bei Unstimmigkeiten nicht schmollend in eine passive Resignationshaltung      verkriechen, sich statt dessen konstruktiver Arbeit zuwenden

· Bereitschaft, Dinge auch von der humorvollen Seite zu sehen

 

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